Kurztagung 2011:

Am Ursprung der ältesten großen Siedlungsstätte des Odenwaldes:

49. Kurztagung des Breuberg-Bundes in Michelstadt

Seine 49. Kurztagung veranstaltete der Breuberg-Bund am Sonntag, 26. Juni 2011 in Michelstadt. Wie der 1. Vorsitzende Winfried Wackerfuß bei seiner Begrüßung ausführte, gehört es seit fast 50 Jahren zu den zentralen Aufgaben des Breuberg-Bundes ortsgeschichtliche Tagungen an jeweils wechselnden geschichtsträchtigen Orten des Odenwaldes und seiner benachbarten Gebiete durchzuführen. Ziel auch dieser Kurztagung in Michelstadt sei es, die Teilnehmer einen Einblick nehmen zu lassen in die besonderen historischen, kunstgeschichtlichen und topografischen Gegebenheiten sowie die jüngeren Entwicklungen vor Ort. 

Das Tagungsprogramm begann mit der Begrüßung der Teilnehmer im Saal des Alten Rathauses durch Bürgermeister Stephan Kelbert, der nach Bemerkungen zu seinem persönlichen Weg zum Michelstädter Bürgermeisteramt einen Einblick in die Neuzeit mit „Michelstadt heute“ gab.

Winfried Wackerfuß erläuterte danach den Tagungsablauf und dankte Bürgermeister Kelbert für seine Worte und die Unterstützung der Stadt Michelstadt bei der Durchführung der Veranstaltung.

Das erste Referat des Tages zur Lokalhistorie hielt Gerald Wassum, der in die Geschichte Michelstadts von den ersten Zeugnissen aus der Römerzeit bis zur Neuzeit einführte. Dabei wurde das breite historische, kulturelle und soziale Spektrum der alten großen Siedlungsstätte („michelstat“) im Odenwald sichtbar.

Unter Führung von Heinz-Otto Haag schloss sich ein Rundgang durch die Altstadt an, wo - beginnend mit dem Rathaus von 1484 - der Weg über Markplatz, Diebsturm und Kellereigarten in den Kellereihof führte. Dort wurden die einzelnen Bauten, wie z. B. Amtshaus, Zehntscheuer, Hauptbau vorgestellt, wobei am Ende dieses Rundgangs vor dem im Hauptbau integrierten Torturmstumpf von 1445 die Stadt Michelstadt einen Stehempfang für die Tagungsteilnehmer gab.

Am Nachmittag wurde das Programm mit zwei weiteren besonderen Sehenswürdigkeiten fortgesetzt.

An und in der ehemaligen Synagoge in der Mauerstrasse gab Werner König bauhistorische und kunstgeschichtliche Erläuterungen, die er mit Vertiefungen in die oft leidvolle Geschichte der ehemaligen jüdischen Gemeinde zu Michelstadt unterlegte. Besonders beeindruckte er mit seinen Schilderungen zu den Versuchen einer Aufarbeitung der Zeit von 1933 bis 1945 in den frühen Nachkriegsjahren.

Die Nicolaus-Matz-Bibliothek, die heute in der ehemaligen Thurn und Taxis Scheune untergebrachte Kirchenbibliothek, war ein weiterer Besichtigungspunkt. Dort gab der Leiter Erwin Müller den Teilnehmern Erläuterungen zur Person des Bibliothekgründers Matz, eines gebürtigen Michelstädters, Rektor der Universität Freiburg und Domherr zu Speyer, und seiner Spende von 117 Büchern im Jahre 1499. Mit einem Blick in einige Raritäten aus dem heutigen Bestand von ca. 3000 Bänden schloss diese Tagung, die nicht nur für die von weither angereisten Teilnehmer eine Fülle neuer Eindrücke und Erkenntnisse erbrachte.

 

 

Empfang für die Tagungsteilnehmer im Kellereihof durch die Stadt Michelstadt

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Kurztagung 2010:

Römerzeit, Geologie und Sozialgeschichte

48. Kurztagung des Breuberg-Bundes in Lautertal-Reichenbach

 

Zur Kurztagung des Breuberg-Bundes, die am 30. Mai 2010 in Reichenbach im Kreis Bergstraße stattfand, konnte der Vorsitzende Winfried Wackerfuß zahlreiche Tagungsteilnehmer begrüßen, darunter einige sogar aus Würzburg, Karlsruhe und Gelnhausen.

 

In seiner Einführung wies er darauf hin, dass es seit etwas über 50 Jahren zu den zentralen Aufgaben des Breuberg-Bundes gehört, ortsgeschichtliche Tagungen an jeweils wechselnden Orten des Odenwaldes und seiner Randlandschaften durchzuführen. Damit soll den Teilnehmern Gelegenheit gegeben werden, Einblick zu nehmen in die besonderen historischen, geographischen, kunstgeschichtlichen und topographischen Gegebenheiten des jeweiligen Tagungsortes und seiner Region sowie in die jüngeren Entwicklungen vor Ort. Dieses Konzept komme vor allem bei den Odenwälder „Neubürgern“ sehr gut an, die sich einmal über den Odenwald und seine Kultur und Geschichte informieren wollen.

 

Der Lautertaler Bürgermeister Jürgen Kaltwasser bekundete in seiner Begrüßungsansprache im Rathaussitzungssaal seine Freude darüber, dass der Breuberg-Bund Lautertal als Tagungsziel auserwählt hatte und gab dann einen Überblick über die modernere Entwicklung von Lautertal, das mit seinen Ortsteilen flächenmäßig die zweitgrößte Gemeinde im Kreis Bergstraße ist. Der Rückgang der Steinindustrie im Lautertal, der ursprünglich viele Familien in Brot und Arbeit hielt, kann durch den heute florierenden Fremdenverkehr nur zum Teil kompensiert werden. Investiert hat die Gemeinde Lautertal vor allem in die Infrastruktur des neuen Besucherzentrums am Felsenmeer, das mit etwa ¼ Million Besucher im letzten Jahr zu den wohl beliebtesten Ausflugszielen im Odenwald gehört. 

 

Im anschließenden Vortrag „Reichenbach – ein Streifzug durch seine Geschichte“ stellte Heidi Adam, die 1. Vorsitzende der Bergsträßer Geschichts- und Heimatvereine und selbst Lautertalerin, die geschichtliche Entwicklung des Ortes und der gesamten Region in umfassender Weise dar. Danach berichtete Alexander Vögler, Doktorand an der TU Darmstadt, in einem grundlegenden Vortrag aus seinem Arbeitsgebiet „Die römischen Steinbrüche im Odenwald“.

 

Das Vormittagsprogramm schloss mit einer Besichtigung der Lautertaler Kirche unter Führung von Studiendirektor i. R. Hans-Jörg Geißler, der neben der Geschichte des Gotteshauses vor allem auf die kunsthistorische Ausstattung einging. 

 

Frau Adam und Herr Vögler waren auch nach der Mittagspause gemeinsam die Führer zu den interessantesten Stellen im Felsenmeer, wo beide anhand sorgfältig ausgewählter Objekte vertiefend auf Aspekte der Geschichte und der Technik des Steinabbaues von der Römerzeit bis heute eingingen.

 

 

Tagungsteilnehmer vor der 9,3 Meter langen und 27,5 Tonnen schweren Riesensäule aus der Römerzeit im Felsenmeer bei Reichenbach.  Ein ebenfalls aus dem Felsenmeer stammendes Gegenstück dazu, der „Domstein“ aus Odenwälder Granit, liegt vor dem Haupteingang des Doms zu Trier.

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Kurztagung 2009:

Historiker zu Gast in Heusenstamm
47. Kurztagung des Breuberg-Bundes am 7. Juni 2009
 

Zu den zentralen Aufgaben des Breuberg-Bundes gehört seit etwa 50 Jahren auch die Durchführung von ortsgeschichtlichen Tagungen an jeweils wechselnden Orten und Städten des Odenwaldes und seiner benachbarten Gebiete. Dies erläuterte der erste Vorsitzende des Breuberg-Bundes Winfried Wackerfuß bei der Eröffnung dieser 47. Kurztagung in Heusenstamm. Damit soll den an Kultur und Geschichte dieser Region Interessierten die Gelegenheit gegeben werden, einen Einblick zu nehmen in die besonderen historischen, kunstgeschichtlichen und topographischen Gegebenheiten des jeweiligen Tagungsortes. In diesem Jahr waren dafür Heusenstamm und das ehemalige Kloster Patershausen auserkoren worden.

Trotz Bürgermeister- und Europawahl hatte es sich Bürgermeister Peter Jakoby nicht nehmen lassen, die teilweise von weither angereisten Tagungsteilnehmer, von denen zwei eigens aus der Schweiz kamen, zu begrüßen. An historischer Stätte, im „Hinteren Schlösschen“, dem Bereich der ehemaligen Wasserburg, empfing er die Besucher und informierte auch über das moderne Heusenstamm und seine Ortsteile.

Der 1. Vorsitzende des Geschichtsvereins Heusenstamm, Dr. Roland Krebs gab dann in seinem Referat über „Heusenstamm – Stationen seiner Geschichte“ einen umfassenden Überblick über die Geschichte der Stadt und ihres Umlandes. „Das ehemalige Kloster Patershausen“ in der Nähe von Heusenstamm war anschließend Gegenstand der Ausführungen von Stadtarchivar Hans Scheuern.

Bei dem anschließenden Stadtrundgang von der ehemaligen Wasserburg bzw. dem Schloss mit seinen Gartenanlagen bis zu dem triumphbogenartigen Torbau wurde deutlich, wie sehr die kunstsinnigen Grafen von Schönborn der Stadt ihren Stempel aufgedrückt hatten. So ließ die Gräfin Maria Theresia von Schönborn nach dem Entwurf des berühmten Baumeisters Balthasar Neumann die 1744 fertiggestellte katholische Pfarrkirche St. Cäcilia als Begräbniskirche für ihre Familie errichten. Der erwähnte prachtvolle Torbau war 1764 zu Ehren Kaiser Franz I. erbaut worden, der sich im selben Jahr anlässlich der Frankfurter Wahl seines Sohnes Joseph zum König in Heusenstamm aufgehalten hatte.

Ihren Abschluss fand die Tagung am Nachmittag auf dem einsam auf einer Rodungsinsel im Wald zwischen Heusenstamm und Dietzenbach gelegenen Patershäuser Hof, wo sich die Tagungsteilnehmer unter Führung von Dr. Volker Schneider auf Spurensuche nach den Überresten des an dieser Stätte gelegenen altehrwürdigen Nonnenklosters Patershausen begaben.

Dr. Volker Schneider gibt den Teilnehmern der Tagung einige Erläuterungen im Keller des ehemaligen Klosters Patershausen

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Kurztagung 2008:

Breuberg-Bund hielt an der südlichen Bergstraße in Hirschberg-Leutershausen am 25. Mai 2008 seine 46. Kurztagung ab

Seit nunmehr fast 50 Jahren hält der Breuberg-Bund einmal im Jahr an wechselnden Orten des Odenwaldes eintägige Tagungen ab. Damit soll den Teilnehmern die Möglichkeit gegeben werden, einen Einblick zu nehmen in die besonderen historischen, kunstgeschichtlichen und topografischen Gegebenheiten und in die jüngeren Entwicklungen des Tagungsortes.

Mit der Wahl von Hirschberg-Leutershausen in diesem Jahr ist es dem Breuberg-Bund als historischem Verein für den Odenwald wieder gelungen, den Teilnehmern und Gästen Denkmäler zu erschließen, die normalerweise dem Besucher nicht zugänglich sind.

Nach der Eröffnung der Tagung durch den 1. Vorsitzenden des Breuberg-Bundes, Oberstudienrat Winfried Wackerfuß erfolgte die Begrüßung der Gäste, verbunden mit einem Empfang, durch Bürgermeister Manuel Just, der seine Freude darüber zum Ausdruck brachte, dass der Breuberg-Bund dieses Jahr Hirschberg als Tagungsort auserkoren hat.

Für den Fortgang der Veranstaltung begab man sich in die Alte Synagoge, wo der Bearbeiter der neuen Chronik von Hirschberg, Oberstudienrat i. R. Rainer Gutjahr/Karlsruhe unter dem Titel „Leutershausen – Vom Adelsdorf zur Wohngemeinde“ einen grundlegenden historischen Vortrag hielt.

Im Anschluss daran hatte er auch die Führung der Gäste bei einem Ortsrundgang durch den Kern von Leutershausen übernommen, bei dem unter anderem das ehemalige Großsachsener Tor, Evangelische Kirche, Lindenbrunnen, Altes Rathaus der Frankensteiner Hof und die Katholische Kirche (Wallfahrtskirche) angesteuert wurde.

Als Schlossherr begrüßte nach der Mittagspause Graf Adalbert von Wiser die Teilnehmer im Schlosshof, bevor die Eingangshalle des Schlosses und der Park mit der ehemaligen Orangerie besichtigt wurden.

Schlusspunkt der Veranstaltung am Nachmittag bildete der Besuch der römischen Villa rustica im benachbarten Großsachsen, wo Oberstudienrat i. R. Lutz-Jürgen Grupe die besondere Bedeutung dieser Anlage, welche sich nicht zuletzt auch aus ungewöhnlichen Funden ersehen lässt, durch sehr anschauliche Ausführungen erläuterte.

Rainer Gutjahr überreicht an Graf Adalbert von Wiser, der die Tagungsteilnehmer im Schlosshof zu Leutershausen begrüßt hat, ein Buch

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Kurztagung 2007:

Enormes Interesse am „bayerischen Nizza“ und der Cranach-Ausstellung
45. Kurztagung des Breuberg-Bundes in Aschaffenburg
 

Über 100 Teilnehmer waren der Einladung des Breuberg-Bundes zu seiner 45. Kurztagung im 60. Jahr seines Bestehens nach Aschaffenburg, der Spessartmetropole am Untermain, gefolgt. Wie der 1. Vorsitzende Winfried Wackerfuß in seiner Einführung in der Stadthalle von Aschaffenburg sagte, finden diese Kurztagungen seit fast 50 Jahren immer am Sonntag nach Pfingsten an wechselnden Orten des Odenwaldes und seiner Randgebiete statt. Er legte des Weiteren die Beweggründe des Breuberg-Bundes für diese Veranstaltungen dar und verwies darauf, dass weitergehende Informationen auch über das Internet zu erhalten sind. 

In seiner anschließenden Begrüßung gab Lars Höhler, der Leiter der Kongress- und Touristikbetriebe, in Vertretung von Oberbürgermeister Klaus Herzog ein lebendiges Bild von der jüngeren Entwicklung der Spessartmetropole am Untermain, dem „bayerischen Nizza“. 

Dr. Hans-Bernd Spies, der Leiter des Stadt- und Stiftsarchivs, zeigte in seinem Vortrag „Aschaffenburg als kultureller und politischer Knotenpunkt im Spätmittelalter und Frühneuzeit“ die Hauptentwicklungslinien der über 1000jährigen Stadt und ihre Bedeutung für die Region von der ottonischen Zeit bis in die napoleonische Ära auf.

Wegen der großen Teilnehmerschar teilte man sich danach in drei Gruppen zur Schlossbesichtigung auf. 

Die Altstadtführung nach der Mittagspause erstreckte sich – gemäß dem Tagungsprogramm – „zwischen Stiftskirche und Schloss“ und machte die teilweise von weither angereisten Tagungsteilnehmer mit den bedeutendsten Denkmälern dieser reizvollen Stadt bekannt. Der letzte Öffnungstag der Ausstellung „Cranach im Exil“ bot den Tagungsteilnehmern gleichzeitig die Möglichkeit zum Besuch dieser auch überregional sehr beachteten Ausstellung im Schloss Johannisburg, in der Jesuitenkirche und im Stift St. Peter und Alexander.

Die Aufnahme zeigt Teilnehmer der 45. Kurztagung bei der Altstadtführung in Aschaffenburg vor der über tausendjährigen Stiftskirche.

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Kurztagung 2006:

Schloss Schönberg und das Fürstenlager im Mittelpunkt
44. Kurztagung des Breuberg-Bundes an der Bergstraße

Auf eine überwältigende Resonanz stieß die 44. Kurztagung des Breuberg-Bundes, die dieses Jahr in Schönberg bei Bensheim stattfand. Entsprechend der überregionalen Ausrichtung des Breuberg-Bundes als historische Vereinigung für den Odenwaldraum und seine Randlandschaften spannte sich der Bogen der Teilnehmer von Worms bis Würzburg und von Gelnhausen bis Karlsruhe.

Bei der Eröffnung der Tagung im übervollen Heim am Dorfplatz konnte der 1. Vorsitzende Oberstudienrat Winfried Wackerfuß unter den zahlreichen Teilnehmern auch eine Reihe von Mitgliedern des Hauses Erbach, bzw. der Fürsten von Erbach-Schönberg begrüßen. Er wies darauf hin, dass mit diesen immer beliebter werdenden Kurztagungen sowohl den Teilnehmern als auch der Bevölkerung vor Ort Gelegenheit gegeben werden soll, Einblicke zu nehmen in die besonderen historischen, kunstgeschichtlichen und topographischen Gegebenheiten sowie in die jüngere Entwicklung des jeweiligen Tagungsortes.

Das erste Referat hielt der Burgenforscher Thomas Steinmetz über die „Baugeschichte und architektonische Gestalt der Burg Schönberg“. Mit zahlreichen Bildern unterlegt war der anschließende Vortrag von Dr. Lupold von Lehsten zu dem Thema „Die Grafen und Fürsten von Erbach-Schönberg“. Am Ende des Vormittags wurde die Ev. Marienkirche mit dem Friedhof der Grafen und Fürsten von Erbach-Schönberg besichtigt, wozu Herr Manfred Schaarschmidt vor Ort die Einführung und die notwendigen Erläuterungen gab.

Nach der Mittagspause stand die Besichtigung des Schlosses Schönberg unter Führung von Thomas Steinmetz auf dem Programm. Die Begehung des Schönberger Schlossparks und eines Teiles des daran anschließenden Fürstenlagers unter Leitung von Frau Ina von Lehsten und Dr. Lupold von Lehsten bildete den Abschluss dieser eindrucksreichen Veranstaltung.

 
 Teilnehmer der 44. Kurztagung des Breuberg-Bundes bei der Führung vor Schloss Schönberg.

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Kurztagung 2005:

Das Steinachtal im Süden des Odenwaldes im Mittelpunkt des Interesses
Schönau und Heiligkreuzsteinach bildeten Schwerpunkte der 43. Kurztagung des Breuberg-Bundes.

Aus dem Raum zwischen Frankfurt und Karlsruhe sowie Würzburg und Worms kamen die Teilnehmer der Kurztagung 2005 des Breuberg-Bundes am 22. Mai in dem badischen Klosterstädtchen Schönau zusammen. Etwas über 100 Geschichtsfreunde hatten sich in der so genannten Hühnerfautei eingefunden, einem 1250/51 errichteten romanischen Steinhaus, das in jüngerer Zeit für multikulturelle Zwecke restauriert und ausgebaut wurde.

Hühnerfautei in Schönau

Teilnehmer der 43. Kurztagung des Breuberg-Bundes
in Schönau vor der Hühnerfautei

In diesem stimmungsvollen Ambiente begrüßten die stellvertretende Bürgermeisterin Ursula Hauck, der 1. Vorsitzende des Breuberg-Bundes Winfried Wackerfuß und der Vorsitzende des Vereins Alt-Schönau Günther Hammersdorf die Gäste. Frau Hauck machte dabei einige Ausführungen über das heutige Erscheinungsbild von Schönau, bevor Hans Rüger über das 1142 gegründete Zisterzienserkloster und die Ansiedlung von Glaubensflüchtlingen nach Aufhebung des Klosters im 16. Jahrhundert referierte. Danach hatte die Stadt Schönau freundlicherweise zu einer Kaffeetafel eingeladen.

Bei der anschließenden Führung durch das reizvolle Städtchen mit den zahlreichen Zeugnissen des ehemaligen Zisterzienserklosters unter der kundigen Leitung von Marlene Ochlich und Hans Rüger konnte vieles von dem zuvor Gehörten noch einmal anschaulich gemacht werden.

Nach der Mittagspause traf man sich einige Kilometer flussaufwärts in Heiligkreuzsteinach, wo es sich Bürgermeister Karl Brand nicht nehmen ließ, die Teilnehmer dieser Odenwälder Geschichtsvereinigung willkommen zu heißen und ein kurzes Porträt von seiner Gemeinde zu geben. Im Anschluss daran führte Heiner Simon durch das Ensemble „Pfarrkirche – Kirchhof – Pfarrhof.“

Letzte Station dieser Tagung war die nahe gelegene Burgruine Waldeck, einst Mittelpunkt der späteren Kellerei Waldeck, wo Winfried Wackerfuß und Heiner Simon einen Abriss über die Anfänge und die weitere Geschichte dieser Anlage gaben.

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Kurztagung 2004:

Geschichte Schaafheims wurde lebendig
42. Kurztagung des Breuberg-Bundes am 6. Juni 2004 in Schaafheim

Tagungsort für die 42. Kurztagung des Breuberg-Bundes war Schaafheim am Nordrand des Odenwaldes. Hierzu hatte der Breuberg-Bund Mitglieder und Gäste in die Kulturhalle des alten Bachgauortes nahe der hessisch-bayerischen Landesgrenze eingeladen.

Nach der Eröffnung der Tagung gab Bürgermeister Reinhold Hehmann einen Abriss über die modernere Entwicklung Schaafheims und seiner Ortsteile. Danach referierte der Vorsitzende des Schaafheimer Geschichtsvereins Eicke Meyer über „Schaafheim in der Zeit der Grafen von Hanau-Lichtenberg“.

In die Gegenwart führte nach der Mittagspause eine Besichtigung der Schaafheimer Kirche, einem Moller-Bau von 1839, unter Leitung von Pfarrer Stefan Hucke.

Gegenwart und Vergangenheit vereinigten sich bei dem anschließenden Rundgang durch den historischen Ortskern, wobei den Teilnehmern „von A bis Z“, nämlich von „Affentor“ bis „Zentscheune“, ein umfassender Eindruck von Schaafheim vermittelt werden konnte.

Der Eintritt zu dieser Veranstaltung, die schon seit Jahrzehnten an wechselnden Orten des Odenwaldes einmal jährlich am Sonntag nach Pfingsten stattfindet, war auch dieses Jahr frei.

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